05.05.2014

Unberechtigte Untervermietung kann Wohnung kosten

Unberechtigte Untervermietung kann Wohnung kosten

Die Vermieterin einer öffentlich geförderten Wohnung bekam die Mitteilung, dass ihr Mieter diese Wohnung untervermiete. Die Polizei hatte dies festgestellt, als jemand anderes bei einer polizeilichen Befragung diese Wohnung als Wohnsitz angab und auch gleich noch mitteilte, dass er aufgrund der Aufforderung des eigentlichen Mieters sich dort nicht anmelden dürfe.
Die Vermieterin forderte ihren Mieter auf, dies zu unterlassen. Als Antwort erhielt sie ein Schreiben, in dem der Mieter die Untervermietung bestritt. Er sei nur krank. Daher kämen Freunde zu ihm zu Besuch. Daraufhin kündigte die Vermieterin fristlos. Es kam zum Rechtsstreit.

Die zuständige Gericht gab der Vermieterin Recht und erließ ein Räumungsurteil.

Nach Anhörung mehrerer Zeugen sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Mieter die Wohnung untervermietet habe, so das AG. Indem dieser die Untervermietung geleugnet habe, habe er das Vertrauensverhältnis zur Vermieterin zerstört. Der Vermieterin sei nicht zumutbar, das Mietverhältnis fortzuführen.

Dabei fiele auch noch ins Gewicht, dass es sich um eine öffentlich geförderte Wohnung handele, die nur von einem bestimmten Personenkreis bewohnt werden dürfe. Diese Vorschrift habe der Mieter umgangen. Auch habe er die Vermieterin über Jahre hinweg getäuscht. Eine vorherige Abmahnung sei daher nicht erforderlich. Die sofortige fristlose Kündigung sei wirksam.

© kwarner - Fotolia.com


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